Dienstag, 11. Januar 2022

Seeadler an der Donau

Aktuell kann man wieder die Seeadler an der Donau beobachten. Die Adler sind gerade dabei, ihre Horst neu aufzubauen und man kann sie entlang der Überströmstrecke bei der Jagd beobachten.Die geplante Jetski-Strecke stellt das wichtigste Jagdrevier der Seeadler dar. Sollte hier der Betrieb anlaufen, dann ist davon auszugehen, dass sich das Adlerpaar einen anderen Horstplatz sucht. 







Mittwoch, 24. November 2021

Jetski-Strecke in Ardagger

Aus verlässlicher Quelle habe ich nun erfahren, dass bei Ardagger ebenfalls ein Antrag auf die Einrichtung einer Jetski-Trainingsstrecke gestellt wurde.

Diese Strecke befindet sich in unmittelbarer Nähe der Insel Hochau und der Entenlacke. Die Insel Hochau ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen und darf nicht betreten werden. In diesem Bereich soll dann angeblich gefahren werden.

https://www.naturland-noe.at/naturschutzgebiet-hochau

Die Donau bei der Insel Hochau in Ardagger. Auch hier wurde ein Antrag für eine Jetski-Strecke gestellt.

Mittwoch, 10. November 2021

Sonntag, 31. Oktober 2021

Keine Bojen am 31.10.2021

Mit heutigem Tag läuft die Frist ab, an der die Bojen für die Jetski befestigt werden. Es sind keine Bojen verankert, da die Verankerung untersagt wurde. Das freut alle in der Region, da es zumindest ein Teilerfolg ist. Aber wir sind trotzdem vorsichtig, da die Antragssteller in der Vergangenheit ihre Beharrlichkeit unter Beweis gestellt haben. Seit nunmehr 20 Jahren (!) stellen sie in unregelmässigen Abständen Anträge, die immer wieder abgelehnt werden oder im Sande verlaufen. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft wieder Anträge gestellt werden, vielleicht in anderer Form oder an anderer Stelle. Die Antragssteller wollen partout nicht einsehen, dass sie als Randgruppe von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt werden und arbeiten fest daran, dass es auch so bleibt. Hier geht es um mehr, als nur um den Seeadler oder ein paar seltene Tierarten. Hier geht es vor allem um die Tatsache, dass eine Randgruppe hier etwas durchsetzen will, dass mehrheitlich von allen abgelehnt wird. 


 



Montag, 5. Juli 2021

Ein paar Infos zum Seeadler

Mittlerweile ist es ja kein Geheimnis mehr, dass es in den Donauauen den Seeadler gibt, daher habe ich mich entschlossen, ein paar Infos zu veröffentlichen. Ziemlich genau 9 Jahre ist es her, als ich das Seeadlerpaar das erste Mal in den Donauauen beobachtete. Im Sommer 2012 sah ich zwei Tiere im Augebiet, konnte die Tiere aufgrund der Entfernung aber noch nicht eindeutig zuordnen. Im April 2013 war es dann gewiss: ein Seeadlerpaar brütete im Augebiet. 

Es war damals eine ornithologische Sensation: in dieser Gegend war noch nie eine deratige Aktivität dokumentiert. Im Juni 2013 überflutete damals ein grosses Donauhochwasser das Augebiet und es war lange Zeit unmöglich in den Auwald vorzudringen. Aber es gab gute Nachrichten: im Sommer 2013 wurden die ersten beiden Jungvögel flügge. In den folgenden Jahren stellte sich ein guter Bruterfolg ein: meistens wurden zwei Jungvögel flügge, manchmal auch nur einer und einmal sogar drei. Dazwischen gab es einmal einen Brutausfall, weil es während der Brut zu einer Störung gekommen war. Insgesamt konnte ich 10 Jungvögel dokumentieren, die den Horst verließen. 

Der Seeadler braucht für die Aufzucht der Jungvögel absloute Ruhe. Die heikelste Phase dauert von Ende Februar bis Ende März. In dieser Zeit werden die Eier bebrütet bzw. sind die Jungvögel noch sehr klein. Hier kann jede Störung einen Brutausfall bewirken. Aber es kann auch später immer noch zu Problemen kommen, wenn die Eltern nicht genug Nahrung für die Jungvögel finden. 

Generell ist die Fluchtdistanz der Seeadler sehr hoch und beträgt zwischen 300m und 500m. Es gibt aber sehr grosse Unterschiede in der Wahrnehmung: Fahrzeuge und Frachtschiffe werden so gut wie nie als Bedrohung wahrgenommen. Sobald aber der Mensch in Erscheinung tritt (z.B. das Autofenster öffnet oder gar aussteigt), ergreift der Adler die Flucht. 

Ich habe in den letzten Jahren daher die Brutaktivität der Seeadler nicht an die grosse Glocke gehängt, da mir bewusst war, dass jede Störung hier Probleme verursachen kann. Ich habe es auch tunlichst vermieden, die Vögel am Horst zu fotografieren oder zu filmen. Wenn Aufnahmen zur Dokumentation gemacht wurden, dann geschah dies überwiegend mit automatisierten Kameras. Es gab in letzter Zeit Anfragen, ob man den Seeadler beobachten, fotografieren oder filmen kann. Auf derartige Anfragen gibt es nur einen Antwort: NEIN. Der Horstplatz wird nicht verraten und es wird auch darauf geachtet, dass sich hier niemand dem Horst nähert.

Dass die Rechnung aufgegangen ist, zeigt der Bruterfolg. Trotzdem habe ich grosse Bedenken, wenn hier eine Waterbike Strecke errichtet wird. Die Strecke ist zu Nahe am Horst und die Donau dient als Jagdgebiet für die Adler. Das Jagdrevier der Adler zieht sich sehr weit entlang der Donau, es gibt Beobachtungen in Saxen, Ardagger, Mitterkirchen, aber auch in Enns konnte ich den Seeadler beim Überflug über das Augebiet beobachten. 

Auch wenn der Seeadler zu einem zentralen Thema geworden ist, so ist er nur Teil des Ökosystems Auwald. Das mehr als 1000ha grosse unbewohnte Gebiet beherbergt eine Vielzahl geschützter Vögel, Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Insekten. Die Anwesenheit des Seeadler ist nur ein Zeichen dafür, dass das Gebiet ökologisch wertvoll ist. 

Und der ökologische Wert hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert: Durch die Absiedlung entlang der Donau kam es zu einer weitgehenden Beruhigung des Gebiets. Zusätzlich wurde durch die Schaffung der Flutmulde und zahlreicher Kleingewässer das Gebiet massiv ökologisch aufgewertet. 

Die Schaffung eine Jetski-Strecke in diesem Bereich wirkt dem ganzen entgegen. Gerade bei der Einstiegsstelle wird es zu längerfristigen Störungen kommen, da dort die Fahrzeuge ins Wasser gelassen werden und während des Betriebs ständige Personen aufhältig sind. Das Jagdgebiet des Seeadlers und vieler anderer Vögel wird dadurch massiv gestört und es ist mit einer Abwanderung zu rechnen.



Informationsveranstaltung am 12.07.2021

https://st-pantaleon-erla.gv.at/veranstaltungen/event/informationsveranstaltung-nein-zur-jetski-strecke

Sonntag, 4. Juli 2021

Wo liegt die Waterbike-Trainingsstrecke genau?

Die geplante Waterbike-Trainingsstrecke liegt zwischen Strom-km 2104,300 2105,500, am rechten Donauufer im Gemeindegebiet von St.Pantaleon-Erla und soll eine Breite zwischen 50 und 90m aufweisen. Auf dem Luftbild ist sie hellblau eingezeichnet. 

Bei Strom-km 2104 befindet sich eine Slipanlage, auf der die Jetski ins Wasser gelassen werden sollen und wo auch die Trägerfahrzeuge abgestellt werden sollen. Vom oberen Ende der Jetski-Strecke beträgt die Distanz nach Au an der Donau ca. 1,5km.

Rechtsufrig anschliessend liegt ein ca. 820ha grosses Auwaldgebiet, in dem sich keine Siedlungen und öffentliche Strassen befinden. Das Augebiet auf der linken Donauseite hat eine Grösse von ca. 600ha (Auwald, Felder, Streuobstwiesen, Gewässer). 

Die Slipanlage bei Strom-km 2104 befindet sich in unmittelrbarer Nähe zu einigen Augewässern, die durch ihre ökologische Vielfalt bekannt sind. Eine Zufahrt zur Slipanlage kann nur über den Kraftwerksdamm erfolgen. 

Übersicht über die Jetski-Strecke



Sonntag, 27. Juni 2021

Wo darf man in Österreich Jetski fahren?

Auf öffentlichen Gewässern war es bisher in Österreich nicht erlaubt, mit dem Jetski zu fahren. An einigen privaten Gewässern wurden allerdings die Möglichkeiten geschaffen, um dort mit Jetski zu fahren. 

In Pachfurth gibt es den Speedworld Actionpark.

In der Nähe von Pöchlarn gibt es einen Baggersee auf dem Gelände der Firma Lasselsberger.

Auf der Donau hat das damalige Verkehrsministerium 2019 unter Bundesminister Norbert Hofer eingeschränkte Möglichkeiten an drei Bereichen festgelegt, in welchen künftig auf der Donau Waterbikes genutzt werden können:

Strom-km 2152,00 bis 2149,90 (linkes Ufer bei Feldkirchen)

Strom-km 2085,500 bis 2084,00 (zwischen Insel Hochau und dem rechten Ufer bei Ardagger)

Strom-km 2108,500 bis 2104,300 (rechtes Ufer bei St.Pantaleon-Erla)

Für den Bereich um St.Pantaleon-Erla wurde die Errichtung der Jetski Strecke beantragt und die Verankerung von drei Bojen bewilligt. Sollte der Betrieb an dieser Stelle ermöglicht werden, ist davon auszugehen, dass auch an den anderen Stellen Anträge eingebracht werden. 



Donnerstag, 24. Juni 2021

Lage der Jet-Ski-Strecke


Die geplante Waterbike-Trainingsstrecke liegt zwischen Strom-km 2104,300 2105,500, am rechten Donauufer im Gemeindegebiet von St.Pantaleon-Erla und soll eine Breite zwischen 50 und 90m aufweisen. Auf dem Luftbild ist sie hellblau eingezeichnet. 

Bei Strom-km 2104 befindet sich eine Slipanlage, auf der die Jetski ins Wasser gelassen werden sollen und wo auch die Trägerfahrzeuge abgestellt werden sollen. Vom oberen Ende der Jetski-Strecke beträgt die Distanz nach Au an der Donau ca. 1,5km.

Rechtsufrig anschliessend liegt ein ca. 820ha grosses Auwaldgebiet, in dem sich keine Siedlungen und öffentliche Strassen befinden. Das Augebiet auf der linken Donauseite hat eine Grösse von ca. 600ha (Auwald, Felder, Streuobstwiesen, Gewässer). 

Die Slipanlage bei Strom-km 2104 befindet sich in unmittelrbarer Nähe zu einigen Augewässern, die durch ihre ökologische Vielfalt bekannt sind. Eine Zufahrt zur Slipanlage kann nur über den Kraftwerksdamm erfolgen. 

Übersicht über die Jetski-Strecke


Eine Zufahrt zur Anlage ist nur über den Donaudamm möglich (durch das Augebiet ist keine Zufahrt möglich), im Falle eines Unfalles brauchen Einsatzkräfte 30-45 Minuten, um zur Slipanlage zu gelangen. Der Handyempfang an dieser Stelle ist nicht besonders gut. 
 
Slipanlage bei Strom-km 2104

 
Schrankenanlage bei Strom-km 2104

Lage der Jet-Ski-Strecke

 


Die ca. 1.200 m lange und 50-90 m breite (im Mittel 70 m) Anlage befindet sich am rechten Ufer der Donau zwischen Strom-km 2104,300 – 2105,500 innerhalb der Überströmstrecke, wobei bei Strom-km 2104,000 eine öffentliche Slipanlage vorhanden ist. 
Rechtsufrig befindet sich ein ca. 820ha grosses unbesiedeltes Augebiet, linksufrig ist das unbesiedelte Augebiet ca. 200 ha gross (je nachdem, was man noch zum Augebiet dazuzählt). 

Eine Zufahrt zur Anlage ist nur über den Donaudamm möglich (durch das Augebiet ist keine Zufahrt möglich), im Falle eines Unfalles brauchen Einsatzkräfte 30-45 Minuten, um zur Slipanlage zu gelangen. Der Handyempfang an dieser Stelle ist nicht besonders gut. 
 
Slipanlage bei Strom-km 2104

 
Schrankenanlage bei Strom-km 2104

Freitag, 4. Juni 2021

Jetski versus Natur

Die Überströmstrecke am Südufer der Donau bei St.Pantaleon kennen nicht viele. Wozu auch? Es führt keine öffentliche Strasse dort hin, es gibt dort keine Siedlungen, und kein Wirtshaus. Auch der Donauradweg führt dort nicht vorbei, da der Treppelweg nicht ausgebaut ist. Ab und zu begegnen einem dort ein paar Spaziergänger - sonst ist dort einfach nur Ruhe. 

Die Ruhe wird nur unterbrochen vom Plätschern des Wassers, von Vogelgezwitscher und vom Rufen der Frosche im nahegelegenen Augebiet. Der Donauaubschnitt bei St.Pantaleon zählt zu den wenigen Stellen an der Donau, wo sich gewisse Tiere noch ungestört aufhalten können und wo der Mensch zu jeder Tageszeit seine Ruhe findet. Mit dieser Ruhe soll bald Schluss sein: eine Jet-Ski-Trainingsstrecke ist dort geplant. Ja - richtig gelesen - diese Wassermopeds, die teilweise noch mit Zweitaktmotoren unterwegs sind- und die einen Mordslärm verursachen...

Eine Änderung in der Schifffahrtsanlagenverordnung im Jahr 2019 unter dem damaligen Verkehrsminister Norbert Hofer macht es möglich, dass auf der Donau zwischen St. Pantaleon-Erla und Naarn auf 1,2 Kilometern eine Waterbike-Zone entstehen kann.  Drei Bojen wurden auf einer Länge von 1,2km bewilligt. Damit ist dem Wassermopedspass Tür und Tor geöffnet. 

Ein Spass, der im Grunde von wenigen Leuten ausgeübt wird. Sieht man sich die Website des Club Wavesurf aus Asten an, so bemerkt man, dass es hier ausschließlich um die Gaudi geht. Der letzte Termineintrag auf der Website stammt aus dem Jahr 2011, die Anzahl der Mitglieder ist überschaubar, Bewerbe oder Events finden praktisch keine statt. Die ganze Geschichte hat offensichtlich rein hobbymässigen Charakter und ist weder sportlich noch wirtschaftlich bedeutend.

Sehr wohl bedeutsam ist die Geschichte für die Natur: denn sobald hier mal der Betrieb anläuft ist Schluss mit der Ruhe. Da hilft auch die Aussage der Clubvertreter nicht weiter: "Es wird nicht eskalieren". Denn ob es eskalieren wird, liegt nicht in der Hand der Jet-Ski-Fahrer. Auch wenn sie hier lustig ihre Runden drehen, und sich vielleicht an die Vorgaben halten, können sie es nicht verhindern, dass die Sache irgendwann zu einer Attraktion für Schaulustige wird. Wenn einmal die ersten Videos im Netz auftauchen und sich die Sache herumspricht, dann können solche Dinge schneller entgleiten, als es einem lieb ist. 

Seit 20 Jahren ist der Verein nun auf der Suche nach einer geeigneten Strecke - kein Wunder, denn niemand will den Lärm vor der Haustür haben. Also entschied man sich, den Lärm in die Natur zu exportieren. Dort werden maximal ein paar seltene Vögel gestört, was soll's, die sollen sich doch woanders ihren Horst bauen. Hauptsache ein paar Leute haben ihren Spass....

Sonntag, 15. Januar 2017

Seeadlersynchronzählung 2017

Am 15.01.2017 fand die jährliche Seeadlerzählung statt. Ein Großteil der Seeadler besucht unsere Gewässer als "Wintergäste", in den letzten Jahren fanden sich aber auch einige Seeadlerpaare in Österreich ein, um hier zu brüten. Derzeit zählt man 24 Brutpaare in Österreich, im letzten Jahr verließen 33 Jungvögel den Horst. Mit einer Flügelspannweite von 2,30m ist der österreichische Wappenvogel der größte Adler Europas und war nach seiner Ausrottung jahrzehntelang aus unseren Breiten verschwunden. In den letzten Jahren konnte man den Seeadler aber wieder vermehrt in Österreich beobachten. Die Augebiete entlang der March und Donau, aber auch das Gebiet um den Neusiedler See zählen zu den bevorzugten Brutgebieten.
Jedes jahr im Jänner beteiligen sich ca. 50 Vogelkundelr an der sogenannten Synchronzählung und besuchen Gebiete, in denen sich Seeadler bevorzugt aufhalten. Um Doppelzählungen zu vermeiden, werden Beobachtungsort, Beobachtungszeit, Flugrichtung und Altersklasse der Tiere notiert.
Das Comeback des Seeadlers ist vor allem dem Verbot von Umweltgiften wie DDT, aber auch dem Schutz der Brutplätze zu verdanken. Die Seeadler brauchen für die Brut absolute Ruhe, in den Monaten Februar bis April kann eine Störung am Horst zu einem Ausfall der Brut führen. Nach wie vor fallen aber Seeadler illegaler Verfolgung durch Abschuss und gezielten Gifteinsatz zum Opfer oder verenden qualvoll, wenn sie mit belihaltiger Jagdmunition erlegte Wildtiere fressen.

Bisher gab es drei Fälle in Österreich, in denen drei Jungvögel den Horst verließen.

Seeadler an der Donau

Aktuell kann man wieder die Seeadler an der Donau beobachten. Die Adler sind gerade dabei, ihre Horst neu aufzubauen und man kann sie entl...